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🎭 Rollen in Gruppen

Worum geht's? In jeder Gruppe übernehmen Menschen bestimmte "Rollen" – so wie in einer Serie: den Clown, den Streber, die Anführerin. Das ist ganz normal und kann sich auch wieder ändern. Hier lernst du typische Rollen kennen und wie du als Leitung damit umgehen kannst.
In Gruppen gibt es verschiedene Rollen. Jede Person zeigt meistens ein bestimmtes Verhaltensmuster – man sagt auch: Sie "übernimmt eine Rolle". Diese Rollen sind nicht in Stein gemeißelt, sondern können sich verändern, wenn sich die Gruppe verändert.

Rollen, die häufig vorkommen

Nervensäge, Neugieriger, Schnorrerin, Faulenzerin, Engagierter, Hilfsbereiter, Bewunderter, Cooler, Miesmacherin, Naiver, Verarscherin, Lügnerin, Mitläuferin, Arroganter, Ehrgeiziger, Spießerin, Trendsetterin, Musikfreak, Streberin, Zicke, Kreativer, Chaotin, Draufgängerin, Umweltbewusster, Unpünktlicher, Optimistin, Pessimistin, Egoistin, extrem Gläubiger, Perfektionistin, Alleskönnerin, Vergesslicher, Glücklicher, Einzelgängerin, Geiziger, Neuer, Aggressiver, Petze, Beliebter, Angeberin, Ängstlicher, Außenseiterin, Schüchterner, Macho, Flippiger, Aufgedrehter, Anführerin, Meckererin, Geduldiger, Schleimerin, Aufmüpfiger, Möchtegern-Chefin, Verspielter, Besserwisserin, Langweilerin, Clown, Pingeliger, Ausnutzerin – und noch viele mehr.

Acht Rollen genauer erklärt

Was du bei diesen Personen beobachten kannst, warum sie wahrscheinlich so handeln – und wie du als Leitung am besten reagierst:
Rolle Das machen sie Möglicher Grund dafür So gehst du als Leitung damit um
Clown Macht ständig Witze, die Gruppe fordert das sogar ein. Kann nerven, wird aber auch gemocht und hebt die Stimmung Steht gern im Mittelpunkt und kennt vielleicht keinen anderen Weg, um aufzufallen Auch mal ernsthafte Aufgaben zutrauen; zeigen, welche anderen Stärken die Person hat
Denker*in Kann gut argumentieren und andere überzeugen, hält sich sonst eher zurück Bekommt durch sein Wissen Anerkennung und sucht diese auch bei dir und der Gruppe Das Wissen der Person sinnvoll einbinden; aber auch andere zu Wort kommen lassen
Braves Kind Macht immer alles mit, lässt sich leicht überzeugen, kommt zuverlässig, sucht deine Nähe Hat dich zum Vorbild gemacht, geht Streit lieber aus dem Weg, ist gut im Vermitteln Diese Person nicht bevorzugen; auch eigene Fehler zeigen; Streit in der Gruppe ruhig zulassen
Meckerer*in Ist selten zufrieden, hat immer was zu kritisieren, drückt die Stimmung – ist dabei aber ehrlich Will dich und die Gruppe testen, findet sich nicht einfach mit allem ab Nach schönen Erlebnissen fragen; berechtigte Kritik ernst nehmen, unfaire zurückweisen
Sündenbock Wird von den anderen bei Problemen als Schuldiger hingestellt – und lässt sich das gefallen Ist empfindlich und leicht zu verletzen, hat wenig Kontakt zu den anderen Stärken dieser Person zeigen; nie eine Person allein beschuldigen, sondern die ganze Gruppe in die Pflicht nehmen
Außenseiter*in Geht eigene Wege, wird ausgeschlossen oder schließt sich selbst aus Hat Schwierigkeiten, Kontakt zur Gruppe zu finden, fühlt sich nicht wohl Zum Mitmachen einladen; früh reagieren; ab und zu die Gruppen-Zusammensetzung wechseln
Mitläufer*in Macht mit, ohne selbst viel zu sagen, eher zurückhaltend Hat wenig Selbstvertrauen, traut sich nicht, die eigene Meinung zu vertreten Ermutigen, die eigene Meinung zu sagen; Raum dafür schaffen; Schüchternheit akzeptieren
Chef/Chefin Übernimmt einfach die Leitung, will sich durchsetzen, hat oft die erste Idee Möchte auffallen und ist es gewohnt, dass der/die Lauteste den Ton angibt Als Verbündete:n gewinnen; Aufgaben trotzdem fair verteilen; klare Grenzen setzen